Wir Deutschen sparen gerne.

Dies ist vielleicht einer der Gründe warum Privatanleger Aktien eher skeptisch gegenüber stehen. Man möchte nicht zu viele Risiken eingehen sondern lieber einen „sicheren“ Weg wählen, so denken Viele. Doch diese Sorgen sind meistens ungerechtfertigt wie eine BVI Statistik zeigt.

Es ist eine schwierige Zeit für Sparer geworden. Durch die andauernde Nullzinspolitik der EZB werden die Zinsen auf das Bankguthaben immer weiter gekürzt. Gewinn durch Zinsen ist nicht mehr möglich, wenn man den Abzug von Steuern und die jährliche Inflationsrate berücksichtigt. Im Gegenteil: Es ist immer wahrscheinlicher, dass Geldparken auf der Bank ein Verlustgeschäft ist.

Alternativen müssen also her, denn niemand sieht sein erspartes Geld gerne schrumpfen. Und besonders in Deutschland gibt es zahlreiche Argumente für die Anlage in Aktienfonds. Dennoch sind Viele, im Hinblick der unvorhersehbaren Märkte, oft skeptisch, ihr Geld in Aktienfonds anzulegen. Dem hingegen zeigt die BVI in Ihrer Statistik, dass sich Fonds langfristig lohnen und einen anerkennenswerten Gewinn einbringen. 

Denn mit den Jahren steigt der Profit: Zwar verlieren Anleger in Deutschland durchschnittlich neun Prozent im ersten Jahr doch bereits nach drei Jahren erreichen die Aktienfonds eine Wertentwicklung von 8,1 Prozent. Nach 20 Jahren gibt es durchschnittlich ein jährliches Plus von 6,8 Prozent. Damit schlagen die Aktienfonds in Deutschland die europäischen (5,0%) und internationalen (5,9%) Aktienfonds um einen beachtlichen Wert. Langfristige Investitionen scheinen sich für Deutschland also zu lohnen.     

Im Hinblick auf Sparpläne stehen Aktienfonds in Deutschland im internationalen Vergleich ebenfalls ganz oben. Ein Anleger, der beispielsweise monatlich über zehn Jahre hinweg 100 Euro in Aktienfonds eingezahlt hat, hätte heute aus 12.000 Euro 16.172 Euro gemacht. Dies ist eine Rendite von 5,8 Prozent. Nach 15 Jahren wären aus 18.000 Euro bereits 29.064 geworden, was 6,1 Prozent sind. Und ergänzend zeigt die BVI Statistik auf, dass in keiner der berechneten neun Kategorien über zehn oder mehr Jahre ein Verlust entstanden wäre. Eine sehr gute Bilanz für Anleger!