Eigentlich wären wir schon längst bei 20.000 Punkten im DAX angekommen, wenn nicht große Märkte für die deutschen Unternehmen in der Welt (vorübergehend?) weggebrochen wären:

 • Dazu gehört z.B. der russische Markt, der durch die Entscheidung des Herrn Putin, die Krim zu annektieren und dadurch einen offene Krieg in der Ukraine auslöste, zum Embargo russischer Produkte führte.

• Auch der VW-Abgasskandal führte zu einem enormen Vertrauensverlust, der auch andere deutsche Produkte „Made in Germany“ nun in Frage stellt.

• Zudem belastet auch der Krieg in Syrien mit seinen direkten Folgen (starke Flüchtlingszuwanderung) Deutschland und seine Nachbarländer.

• Und über allem schwebt immer noch die politische Krise der Europäischen Union, die in vielen Dingen keine Einigkeit zeigt, sowie die Krise des Euros, die immer noch nicht nachhaltig gelöst ist.

• Die chinesische Wirtschaft befindet sich im größten Umbruch der letzten Jahrzehnte. Der Weg vom quantitativen zum qualitativen Wachstum stellt eine große Herausforderung dar. Hinzu kommt ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dies stellt ohne entsprechende Reformen langfristig die Stabilität der sozialen Systeme in Frage. Es ist viel zu viel Geld da und es ist viel zu billig und es wird weiter billig gehalten.

Minuszinsen sind schon längst eingeführt und werden auch demnächst den kleinen Sparer belasten.

Wohin kann das Geld gehen? Außer in Immobilien Bleiben nur Aktien und vielleicht auch Gold. Die Nachfrage nach Aktien wird weiter steigen.

Vom Höchststand Im letzten Jahr von 12.039,16 Punkte (Stand 26.04.2015) fiel der DAX völlig überraschend auf 8.699,51 Punkte (11.02.2016). Der DAX zeigt sich allerdings widerstandsfähig und hat zwischenzeitlich die 10.000 Punktemarke wieder nachhaltig überschritten.

Wir werden die 20.000 Punkte im DAX in den nächsten 3-5 Jahren sehen, es sei denn, Putin und Konsorten wollen es anders. Dann gibt es eben kräftige Rückschläge und darüber freuen wir uns ja bekanntlich auch.

Ihr Burghard Stöver